Reise nach Berlin

Die 5AHITN veranstaltete mit den Professoren Angerer, Sasshofer, Schubert und Bichl vom 17.10 bis zum 20.10 eine Reise nach Berlin. Im Mittelpunkt der Reise standen historische Ereignisse Berlins. Am ersten Tag wurde die Gedenkstätte Berliner Mauer besucht, dabei ging es um die Zeit von der Erbauung bis zum Fall der Mauer. Da die Situation, sowohl wirtschaftlich als auch sozial, in der DDR nicht die beste war, wanderten die gebildeteren Bürger reihenweise aus. Dies resultierte letztendlich in einem unangekündigten Bau des “anti-faschistischen Schutzwalls”, wie die Mauer offiziell genannt wurde. Es patrouillierten ständig Soldaten entlang des Walls und da es einen Schießbefehl gab, durften die Zivilisten sich der Mauer nicht nähern. Insgesamt kamen an der Berliner Grenze allein mindestens 140 Menschen ums Leben, an der innerdeutschen Grenze ist diese Zahl noch viel höher.

 

Am zweiten Tag gab es eine Führung beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Das aus 2711 quaderförmigen Beton-Stelen bestehende Denkmal sagt konkret nicht viel aus. Die Intention des Architekts war, die Interpretation dem Besucher zu überlassen. Daher empfiehlt es sich, das Denkmal selber zu besuchen und durch die Beton-Stelen zu schlendern. In den diversen Räumen erhält man sehr viel Information über die Perspektiven der Beteiligten des zweiten Weltkriegs, hauptsächlich von Juden. Die am Nachmittag stattgefundene Führung über die “Topographie des Terrors”, beinhaltete ebenso sehr viel Wissen. Hierbei ging es mehr um die Anfangsphasen der NSDAP und große Persönlichkeiten innerhalb der Partei, wie zum Beispiel Heinrich Himmler. Ebenso wurde genauer auf die Kategorien von KZ-Insassen eingegangen.

Der dritte Tag bestand zuerst mit dem Besuch des Denkmal für die, im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas und dem Besuch des Brandenburger Tors. Am Nachmittag stand der Besuch der von der “Berliner Unterwelt” zur Verfügung gestellte Tour “Berlin von unten”, dabei ging es um Zivilschutzanlagen in Berlin, die der Bevölkerung im Kalten Krieg Schutz vor diversen Angriffen bieten sollten. Falls alle Anlagen komplett besetzt gewesen wären, hätten 3% der Bevölkerung Berlins Platz gefunden. Das Motiv hinter diesen Schutzbauten war, dass bei einem Kriegsszenario die obdachlose Bevölkerung den Kampf auf den Straßen nicht hinderte. Nach so einer enormen Wissensflut durften wir uns am letzten Tag, unter der Voraussetzung, dass wir eine Führung organisierten, entscheiden, wohin wir gingen. Die dadurch entstandenen Gruppen erkundeten jeweils das technische Museum, einen Flakturm und den Fernsehturm.

Dank der Reise hat die Klasse nach diesen wenigen Tagen einiges an Wissen über Berlins Vergangenheit erlangt. Wir bedanken uns recht herzlich bei den Professoren die uns diese Reise ermöglicht haben.

 

von Emirhan Sasmaz