Die Verwandlung

Die 4 CHITM besuchte mit den Professoren Sejdini und Suppan das Theaterstück „Die Verwandlung“.

Kafka zeigt auf, wie das wohlgeordnete Gleichgewicht innerhalb der Familie durch ein plötzliches, unbeherrschbares, unerwartetes und eventuell sogar völlig sinnloses Ereignis in Schieflage geraten kann. Kernpunkt ist dabei die Frage nach der Machbarkeit von etwas eigentlich Unmöglichem. 

Die Erzählung wirkt irritierend, denn Kafka sieht sich gleich mehreren moralischen Wechselwirkungen ausgesetzt. Dazu zählt insbesondere der Gegensatz zwischen einem Käfer (= Ungeziefer) und der Gedankenwelt des Protagonisten Gregors (= fühlendes Individuum mit menschlichen Werten). Gregor macht zwei Verwandlungen durch, nämlich eine körperliche und eine psychische.

Vielleicht werden wir uns im echten Leben nicht zu einem Ungeziefer verwandeln, aber wir können körperliche Einschränkungen erleiden. Es bleibt also die Frage, ob wir nachher nach wie vor von unserer Umwelt gleich behandelt werden.