Jugend ohne Gott

Die Klassen 5 BHITM & 5 CHITM besuchten mit Frau Prof. Sejdini die Theateraufführung „Jugend ohne Gott“. Das Stück von Ödön von Horváth ist passend zum Deutschunterricht, Literaturgeschichte und der momentanen globalen politischen und gesellschaftlichen Situation. Vorurteile, Menschenbilder, Frauenrollen, Medienkritik und Kritik an den vorherrschenden Regimen dominieren das Stück. Hierbei spielt Gott zwar die zentrale Rolle, allerdings nur metaphorisch, da Gott das Gewissen und die Wahrheit ist. Die Personen haben keine Namen, sie sind nur Buchstaben, so wie wir alle Teil eines großen Ganzen sind. Das Individuum hat wenig Einfluss und keine Bedeutung in der/ für die Gesellschaft, oder?

 

Der Hauptcharakter des Antikriegsstücks ist ein Geschichte- und Geografielehrer, welcher nicht mehr an Gott glaubt. Als er die auf Aufsätze der Schüler kontrolliert, weist er sie darauf hin, dass "Neger" auch nur Menschen sind. Seitdem verachten ihn die Schüler. Zu Ostern begleitet der Lehrer die Schüler mit aufs Zeltlager, dabei lernt einer der Schüler namens "Z" ein Mädchen Eva kennen, in welches er sich verliebt. Die beiden führen eine geheime Liebesbeziehung. Z führt dabei ein Tagebuch und schwört jenen, die es lesen, sie zu töten. Der Lehrer liest aus Neugier das Tagebuch, kurz darauf verschwindet der Mitschüler, welchen Z des Tagebuchlesens beschuldigt und wird daraufhin tot aufgefunden. Der Lehrer, Z und Eva landen vor Gericht. Der Lehrer gesteht dabei, dass er das Tagebuch gelesen hat, dadurch erzählt Eva auch die Wahrheit und der Täter T wird überführt.

Das Stück wurde von 6 verschieden Schauspielern gespielt, welches hervorragend funktionierte und erst gegen Ende auffiel. Die Performance von den verschiedenen Schauspielern war dabei auf einem sehr hohen Niveau und schwächelte fast nie. Die Kulisse war hingehen nur durchschnittlich, wobei die Klasse am besten umgesetzt wurde. Die Qualität der Kostüme nahm, wie bei den Kulissen, ab, welches enttäuschend war. Die Beleuchtung der Bühnenbilder und Kulisse waren im Gegensatz zu der Audiotechnik ausgezeichnet.  Dennoch ist das Stück sehr relevant für die damalige Zeit gewesen und ist es in unserer heutigen Gesellschaft, fast 100 Jahre später, immer noch.