Bildungsreise Krakau

Die vierten Klassen der IT-Abteilung verbrachten mit den Professoren Angerer, Beda, Sasshofer, Sejdini, Voigt und Zottele vier Tage, vom 16.10 bis 19.10, in Krakau, Polen. Im Mittelpunkt der Reise standen die historischen Ereignisse, die Kultur und die Sehenswürdigkeiten Polens. An den ersten beiden Tagen erkundeten die SchülerInnen durch eine gut durchgeplante Führung der LehrerInnen die Stadt genauer, wobei Sehenswürdigkeiten wie der Uni Campus, die Marienkirche, der Hauptmarkt (Stadtplatz) und die Burg Wawel betrachtet und die Geschichte dahinter genauer besprochen wurde. In diesen Tagen war es den SchülerInnen auch möglich, die Stadt in ihrer Freizeit ein wenig selbst zu entdecken, um beispielsweise traditionelle polnische Küche zu probieren. Am zweiten Tag wurde eine Führung durch das jüdische Viertel organisiert. Hier erhielten die SchülerInnen viele Informationen bezüglich des Lebens von Juden in Ghettos zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Dabei wurden Orte wie alte Synagogen, ein jüdischer Friedhof, der Ghetto Heroes Square und Drehplätze des Films „Schindlers Liste“ besichtigt. Weiters gab es eine Führung durch Oskar Schindlers Emaillefabrik. Hier erfuhren die SchülerInnen viel über das Leben von Oskar Schindler und wie er eintausend heute sogenannten „Schindlerjuden“ rettete. Auch hier wurde wieder viel über das Leben der Juden in Ghettos in der damaligen Zeit erwähnt. 

Das alles wurde in mehreren Räumen der Fabrik clever und schlagkräftig mit beeindruckenden Modellen und Fotos zur Schau gestellt. Der dritte Tag war einzig und allein dem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau gewidmet. Hier erhielten die SchülerInnen zuerst eine Führung durch Auschwitz I (Stammlager). Sie erhielten viele Informationen über die Grausamkeit einer solchen Anlage. Die SchülerInnen wurden durch Häuser, wo früher Häftlinge wohnten, geführt. In manchen waren Betten und Zellen von Insassen zu sehen, in anderen wiederum Bilder der Geschichte des Konzentrationslagers und Fotos von Vorfällen, wie beispielsweise Qual und Mord an Häftlingen. Am schockierendsten waren die Häuser, in denen man haufenweise persönliche Gegenstände von Häftlingen sah, darunter sogar deren Haare. Weiters wurden Orte, wo Insassen erhängt und erschossen wurden, sowie Krematorien besichtigt. Daraufhin fuhren die SchülerInnen nach Auschwitz II, Auschwitz-Birkenau (Vernichtungslager). Durch eines der leider bekanntesten Eingangstore hindurch, neben den Schienen, bis zu den heute dank Spurenverwischung gesprengten Gaskammern trotteten die SchülerInnen den Weg entlang, während sie den bedrückenden Erzählungen der Guides zuhörten. Dabei sahen sie kleinste Baracken, wo damals bis zu 600 Menschen drin gewohnt hatten mit widerwärtigen Sanitäranlagen, während von den scheußlichsten unmenschlichen Lebensbedingungen, der schweren Arbeit, die die Häftlinge verrichteten mussten, sowie das Quälen von Insassen durch Soldaten erzählt wurde. Die Lehrkräfte standen dabei als emotionale Stütze jeder Zeit zur Verfügung. Man kann mit Sicherheit sagen, dass diese Führung für alle Beteiligten einen bedrückenden Eindruck hinterlassen hat. Am Tag der Rückreise gab es einen Zwischenhalt beim Salzbergwerk Wieliczka. Die SchülerInnen erhielten hier atemberaubende Anblicke von riesigen Hallen aus Salzstein, die mit anschaulicher Deko ausgeschmückt waren, um zu zeigen, wie ein Bergwerk funktioniert. Das Highlight dieser Höhle war definitiv die Kapelle, in der fast alles, eingeschlossen Kreuze, Statuen und Gemälde, Fliesen etc. aus Salzstein bestanden. Alles in Allem war diese Reise für alle Viertklässler ein sehr lehrreicher, denkwürdiger und spannender Ausflug, den sie bestimmt nie vergessen werden. Text: Raphael Ipsmiller